Warum

Tausche Tisch gegen IPAD Mini mit Wertausgleich, oder warum ich den Durchgang zu meinem Arbeitszimmers nicht leiden kann.

Mit dieser Seite möchte ich versuchen, mein „Soloprojekt“ vorzustellen und natürlich auch an den Mann oder die Frau zu bringen. Auf meiner Seite seht Ihr eine kleine Auswahl der aktuell fertigen Objekte aus Holz, die allesamt von mir aus den verschiedensten Hölzern bzw. Materialien gefertigt wurden.

Zum „Warum“ nur ganz kurz. Mir ist nach einigen Platten als Produzent/ Pianist mein sogenanntes Tagwerk abhanden gekommen, oder anders

„ Nur Musik machen, macht doof! “ ( Sorry Kollegen 😉 ).

Durch eine Zwangspause meiner Hauptberufung, der Musik, das Interesse an dem wundervollen Werkstoff Holz, einigen selbst gebauten Möbeln für mein Heim, kam ich über einen Umweg ( 3-Schicht-Gussputzer bei Trompetterguss in Chemnitz ) zu meiner heutigen Berufung.

( Anm. der Redaktion – Gerit ist im Osten sozialisiert worden und schreibt daher gern
Schachtelsätze ähnlich der Reden von Erich Honecker )

Zum Glück blieb mein Vorstellungsgespräch bei o.g. Firma leider erfolglos. Alles lief super bis zur Frage des Personalchefs: „Was hast`n bisher gemacht?“ Ich antwortete ehrlich mit: „ Pianist, Komponist und Produzent.“ Da haben wir es, Musik macht nicht nur doof sondern auch für die Wirtschaft unbrauchbar!

Ich schlenderte ein wenig frustriert durch das dortige Gewerbegebiet, auf der Suche nach einer neuen Berufung. Lange musste ich auch nicht umherirren. Da stand sie, wie aus Fels gemeißelt, eine kleine gemütliche Schreinerei mit dem Namen
„Geier Finewoodworking“! Doch leider, mittlerweile gegen zehn, geschlossen. Offensichtlich gibt es, wie sich später bewahrheiten sollte, eine Menge Gemeinsamkeiten zwischen Kunsthandwerkern und Musikern.

Am Firmenschild ( aus Emaille und von Hand gefertigt ) stand eine Mobilnummer, welche ich auch sofort wegen meines zweiten Bewerbungsansinnens anrief. Kurzum, René Geier ist mittlerweile einer meiner besten Freunde, mein Mentor und … jetzt auch Musiker 😉

Nun zurück zum eigentlichen Thema. Meine inzwischen recht passablen Objekte ( sagt man ) aus Holz möchte ich natürlich auch gern verkaufen. Der Verkaufspreis richtet sich nach Faktoren wie Materialaufwand, Arbeitsleistung, Betriebskosten…und und und.

Bei vielen meiner Objekte entfällt der Materialpreis, da sie komplett aus nachgenutzten Materialien gefertigt werden. Warum sollte ich Geld für Material berechnen, welches schon einmal bezahlt und benutzt wurde. Diese Objekte erkennt ihr am Zusatz Rewood.

Die Idee, mit Recyclingmaterialien zu arbeiten, ist sicherlich nicht neu und bestimmt nicht von mir.

Ich versuche allerdings, konsequent, nachhaltig und respektvoll der Umwelt gegenüber zu arbeiten, und zugleich schöne und funktionale Objekte herzustellen.

Solltet Ihr Materialien besitzen, gefunden oder entwendet haben, die Euer neues Möbel werden wollen, immer her damit!

Natürlich verarbeite ich auch gern einheimische Hölzer, welche nicht recycelt sind zu allen möglichen Dingen.

Die Betriebskosten meiner kleinen Werkstatt halten sich durch eine selbst errichtete Regenwassernutzungsanlage, angetrieben durch eine solare Inselanlage, und einen Holzofen für die Heizung, in überschaubaren Dimensionen und können, wie ich finde, gern aus der Kalkulation herausfallen.

Das Einzige, was ich berechne, ist meine Arbeitsleistung in Höhe von 15 Euro pro Stunde. Anhand der Preise der Objekte könnt ihr selbst ausrechnen, wie lange ich mit den einzelnen Dingen Kopfzerbrechen, Verzweiflung, Resignation, Verletzungen und ja, auch ein wenig Spaß 😉 hatte.

Wer dann immer noch findet, dass zum Beispiel ein Tisch, von Hand gearbeitet und ein Unikat, für 600 Euro zu teuer ist, sollte sich vielleicht doch eher für z.B. ein Ipad Mini für 329 Euro ( Arbeitsaufwand ca. 7,50 Euro plus Material 140 Euro ) entscheiden.

Ich bin auch gern bereit, wenn das Teil in einem Jahr moralisch und technisch überholt ist, es gegen den Tisch, natürlich mit Wertausgleich, zu tauschen.

Vielen Dank für Eure Zeit zum Lesen – Euer Gerit

PS: Rechts und links vom Durchgang zu meinem Arbeitszimmer stehen die letzten beiden Möbel, so nannte ich sie zumindest noch vor drei Jahren, vom familiären, blau-gelben Möbelhaus.

Mittlerweile habe ich aber keine Lust mehr auf viel zu klapprige, teilweise von Kindern hergestellte, noch nicht mal fertige, da meist Selbstaufbau, sehr, sehr günstige und natürlich „nachhaltige Quasimöbel.

Darum werde ich die beiden Teile einfach nachnutzen und richtig bauen! – Ich berichte…

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